Folge 118 vom 07.09.1979 Aktenzeichen Xy Hörspiel
Shownotes
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00:00:17: Guten Abend, meine Damen und Herren.
00:00:19: Es gehört zu den Eigenarten einer Verhandlungssendung, dass sie besonders viel über Straftaten und Straftäter berichtet.
00:00:26: Sie unterscheidet sich in dieser Hinsicht nur wenig von der allgemeinen Kriminalberichterstattung, in der der Täter einen dominierenden Platz hat.
00:00:33: Vom Opfer ist im Allgemeinen recht wenig die Rede.
00:00:37: Wir versuchen in unserer Senderei diese Einseitigkeit auf zweiehrlei Weise entgegenzuwirken.
00:00:42: Zum Einen bemühen wir uns in unseren Filmberichten die Situation des Opfers nicht auszuklammern Und zum anderen haben wir seit einem Jahr damit begonnen, ihnen gelegentlich ganz spezifische Opfer-Schicksale vorzustellen.
00:00:56: Auch heute wollen wir das im Anschluss an einen Fall wieder tun – ein Fall der sich im Übrigen auch noch durch eine andere Besonderheit auszeichnet.
00:01:06: Er eigende sich in einer kleinen Stadt im Westfalen, in der das Leben im Großen und Ganzen in friedlichen Bahnen verläuft, in dem die Welt noch in Ordnung ist.
00:01:17: Ein Mord ist dort seit Menschen gedenken nicht vorgekommen.
00:01:20: Nicht zuletzt deshalb ist diese Tat ein sehr deutliches Beispiel für einen Aspekt der Schwerkriminalität, der oft vergessen
00:01:27: wird.".
00:01:29: Das Verbrechen trifft nicht nur das direkte Opfer und seine Familie – es kann auch den Frieden der Bürger einer ganzen Stadt beeinträchtigen.
00:01:39: Ort der Handlung, ein Wohngebiet am südöstlichen Ortsrand von Düllmen in Westfalen.
00:01:44: Die kleine Stadt zwischen Dortmund und Münster hat siebenunddreißig tausend Einwohner.
00:01:48: Eintausendfünfhundert davon leben in diesem Stadtteil, der in den letzten Jahren kräftig gewachsen ist.
00:01:54: Trotzdem hatte sich seine persönliche Atmosphäre in der jeder jeden kennt erhalten.
00:02:01: Beliebter Treffpunkt ein neu eröffneter Selbstbedienungsladen am Spiegerhof.
00:02:06: Inhaber Karl-Josef Gawas, Sechsunddreißig Seit mehr als zehn Jahren als Kaufmann am Ort tätig.
00:02:14: Außer dem neuen Selbstbedienungsladen hat er auch sein altes Geschäft im Ortskern behalten.
00:02:22: Auf Wiedersehen, Frau
00:02:23: Dahmann!
00:02:24: Ein ganz besonders schönes Wochenende und machen Sie mir bald wieder das Vergnügen.
00:02:27: Ja, Ihnen auch ein schönes
00:02:28: Woche, Herr
00:02:28: Gawas.
00:02:29: Danke schön.
00:02:29: Wiedersehen!
00:02:31: Kardio Sef-Gawas hat den Umgang mit der Kundschaft eine besonders glückliche Hand Und er versteht sich auf die reinen kaufmännische Seite seines Berufs.
00:02:44: Im Laufe der Jahre ist ihm manches zur Routine geworden Auch, dass er täglich bei Geschäftsschluss wie auch an diesem Samstag das Geld aus den Kassen einsammelt und dass er kurz danach mit einer Aktentasche das Geschäft durch einen Seiteneingang verlässt.
00:03:07: Viele seiner Kunden kennt der junge Einzelhandelskaufmann persönlich – auch die am Ort stationierten Kriminalbeamten gehören dazu.
00:03:19: Hier
00:03:22: werden ja sogar die Ladenschlüsselzeiten
00:03:23: eingehalten, wie
00:03:24: ich sehe.
00:03:25: Nein jetzt mal im Ernst!
00:03:26: Wenn Sie noch was brauchen
00:03:27: sie wissen für
00:03:27: die Polizeitunwahl ist.
00:03:29: Nein das ist überhaupt nicht so dringend, ich wollte nur schonmal nach dem Weihnachtsbaum sehen.
00:03:32: Da sind Sie nur ein bisschen früh aber bestellt habe ich sich schon.
00:03:35: Die kommen, waren Sie mal am fünfzehnt bei nächsten Freitag.
00:03:38: Gut das werde ich mir merken.
00:03:39: da bin ich nächstem Freitage wieder
00:03:41: da.
00:03:42: Der Dezember und neunzehnundert achtundsiebzig verspricht für das neue Geschäft Am Rande von Düllmen ein besonders guter Monat zu werden.
00:03:49: Karl-Josef Gawas hat seine Kunden rechtzeitig wissen lassen, dass sie bei ihm alles finden was man zu Weihnachten üblicherweise braucht.
00:03:57: Vom Festtagsbraten bis zum Geschenkpapier.
00:04:04: Pünktlich wie vorgesehen am fünftzehnten Dezember treffen dann auch die bestellten Weihnachtsbäume in Düllmen ein.
00:04:10: Abgesehen davon verläuft dieser Freitag in dem Lebensmittelgeschäft völlig normal.
00:04:16: Keiner
00:04:16: der Anzeichen deuten vorerst darauf hin das in wenigen Stunden einen Verbrechen Alles verändern wird.
00:04:24: Die sehen aber schön aus!
00:04:25: Sie können sich noch den allerschönsten Aussuchen vorderen machen?
00:04:36: Ja Herr Gawas ist verheiratet und hat zwei Söhne, die Wohnung liegt von dem Geschäft nur wenige hundert Meter entfernt.
00:04:46: ja hier auch
00:04:47: du pass mal auf mein Schatz die Weihnachtsräume gehen wahrscheinlich
00:04:49: ziemlich gut weg.
00:04:50: willst du nicht schnell
00:04:50: rüberkommen?
00:04:51: ein für uns aussuchen?
00:04:52: trotzdem nachher kann er mir da bring doch die Jungs mit.
00:04:55: wir wissen sowieso wo der Weihnachtsraum herkommt.
00:04:57: Gut dann bis gleich tschüss.
00:05:02: Auch der Dülmener Kriminalbeamte Wilhelm Kuhn hat den Tag nicht vergessen, für den die Weihnachtsbäume bestellt waren.
00:05:09: Für ihn und seine Kollegen ist der fünfzehnte Dezember ein Tag, der bis jetzt ebenfalls völlig normal verlaufen ist.
00:05:17: Ja aber mach hin zu
00:05:18: Fünfkegel, das immer
00:05:19: so blöd,
00:05:19: da können wir keine
00:05:20: Mannschaften bilden.
00:05:21: Klar ich baue alle mich!
00:05:22: Hat eigentlich jemand dem Dauerdienst Bescheid gesagt wo wir sind?
00:05:24: Ja die wissen dass wir kegeln,
00:05:25: Telefonnummer
00:05:26: haben
00:05:26: sie auch.
00:05:26: es wird schon
00:05:27: nix sein.
00:05:27: Na gut also dann bis gleich.
00:05:47: In Garwas Selbstbedienungsladen geht bis kurz vor Geschäftsschluss alles seinen gewohnten Gang.
00:05:55: Die Frau des Inhabers sucht sich einen Weihnachtsbaum aus und auch der Kriminalbeamte kauft noch schnell einen, bevor er sich mit seinen Kollegen zum Kegelabend trifft.
00:06:08: Ja, dann wiedersehen.
00:06:09: Viel Spaß!
00:06:10: Danke.
00:06:10: Jetzt müsstest du nur noch schneiden?
00:06:12: Ja.
00:06:13: Na Mannschafts hast du schon bei einem gefunden?
00:06:14: Ja, ein ganz schönes
00:06:15: Ding.
00:06:15: Na eh mal wunderbar.
00:06:16: Also dann bis später.
00:06:17: Bis
00:06:18: später.
00:06:19: Tschüss Mannschaft.
00:06:20: Tschüß Kinder.
00:06:21: Karl-Josef Garvers verabschiedet sich von seiner Frau und den Kindern für nur kurze Zeit wie er glaubt.
00:06:31: Im hinteren Teil des Ladens wackten der Schwiegervater und ein Handwerker darauf dass sie nach Geschäftsschlüssel damit beginnen können ein paar Regale einzubauen.
00:06:46: Also, wirklich schick geworden.
00:06:48: Ja ich bin auch sehr stolz darauf.
00:06:49: Kurz vor achtzehn Uhr dreißig bekommt Herr Garvers Besuch von einem bekannten Ehepaar einer ehemaligen Verkäuferin mit ihrem Mann die den neuen Laden noch nicht gesehen haben.
00:07:00: in diesem Gespräch geht es beiläufig auch um Vorgänge die in den kommenden Tagen Bedeutung gewinnen werden Obwohl sie eigentlich schon beinahe in Vergessenheit geraten waren.
00:07:09: Ach sagen Sie, sind die Mädchen
00:07:12: hier im Geschäft,
00:07:12: die damals angefangen haben,
00:07:14: sich weggehen?
00:07:15: Welche waren das denn?
00:07:17: Ach so!
00:07:17: Nein, die haben nicht einmal die
00:07:18: Probezeit überstanden.
00:07:19: Das war nichts.
00:07:21: Also wirklich toll.
00:07:22: Aber sagen Sie wie ist
00:07:23: es
00:07:24: mit den Diebstählen?
00:07:25: Kommt da viel weg?
00:07:26: Nein, diese Leute draußen sind sehr anständig aber man steckt natürlich nicht drin.
00:07:32: Der letzte Kunde ist ein fremder Ein junger Mann, sehr hochgewachsen der dadurch auffällt, dass er um diese Jahreszeit nur mit einer Arbeitshose und einem rotkarierten Hemd begleitet ist.
00:07:43: Tja es ist schon halb sieben, es wird höchste Zeit das wir jetzt gehen.
00:07:46: Ja da ist doch recht!
00:07:47: Also alles Gute Herr Gabas und vielleicht bis
00:07:49: bald mal wieder.
00:07:50: Ich komme mit vor ich muss sowieso zu schließen.
00:07:54: Nachdem der Laden endgültig leer isst können sich der Schwiegervater unter Handwerker ungestört ihre Arbeit zuwenden.
00:08:04: dabei nimmt der Schiegerväter beiläufig einen jungen Mann war ,der sich offenbar für die Vorgänge im Laden interessiert.
00:08:11: Karl-Josef Garvers lässt sich um diese Zeit so wie jeden Tag das letzte Geld von der Kasse geben.
00:08:18: Fast niemand weiß, dass er dieses Geld jeden Abend in einen Tresor in den hinteren Räumen einschließt und nicht etwa –wie es von draußen den Anschein haben könnte–in seiner Aktentasche mitnimmt.
00:08:30: Der Zufall will ist, dass sie an diesem Abend die Aktentrasche nicht einmal bei sich hat.
00:08:56: Die beiden Männer, die im Laden zurückgeblieben sind, sind so sehr mit ihrer lautstarken Arbeit beschäftigt.
00:09:01: Dass sie nicht hören was in den nächsten Sekunden draußen vor dem Seiteneingang vorgeht.
00:09:10: Dennoch gibt es für das Verbrechen an Karl-Josef Garvers einen Zeugen.
00:09:14: Er sieht auch den Mörder Einen jungen Mann mit einem gemusterten Hemd.
00:09:22: Ob es noch einen zweiten Täter gab kann der Zeuge später nicht mit Sicherheit sagen.
00:09:47: Was?
00:09:49: Wo?
00:09:50: Am Spiekerhof.
00:09:52: Lehmens Windgeschäfte haben
00:09:54: wir schon mal besser.
00:09:55: Wir kommen sofort,
00:09:56: danke.
00:09:58: Ist nie der durchschlossen
00:10:12: Wort!
00:10:21: Carl Josef Garvers ist schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden.
00:10:25: Dort stirbt er, ohne noch etwas über den Täter mitteilen zu können.
00:10:30: So ist die Kripo völlig auf Tatortspuren und die wenigen Zeugenaussagen angewiesen.
00:10:37: Der Spiegervater hat gesehen, wie durch das Schaufenster sein junger Mann zugeschaut
00:10:40: hat beim Erbrechnen.
00:10:42: Also praktisch nur um die Ecke zu gehen brauchen
00:10:44: und hier zu warten?
00:10:46: Ist er denn immer aus der Seite rausgekommen?
00:10:48: Ja!
00:10:49: Immer!
00:10:50: Bist du dem Spiegelvater sonst so was Besonderes
00:10:52: aufgefallen?
00:10:53: Nein
00:10:53: eigentlich nichts weiter.
00:10:54: Die haben wir gearbeitet.
00:10:55: Na ja,
00:10:56: bitte ich.
00:10:58: Schauen Sie sich das mal
00:10:58: an.
00:10:59: Hier ist eine ganze Patrone vielleicht
00:11:01: beim Durchladen rausgefallen...
00:11:02: ...und der Trichoste ist vorne kreuzförmig eingesägt.
00:11:05: Das ist ja teuflisch.
00:11:07: Die Dinger reißen ganz schöne Röche.
00:11:10: Noch was Besonderes bei den
00:11:11: anderen Sachen?
00:11:12: Nee, die
00:11:13: Hülze
00:11:13: hier
00:11:13: auch neun Millimeter und was sonst drum liegt, ist dem Opfer wohl als Ertasche gefallen.
00:11:18: Hier drin
00:11:18: muss einer irgendwie ein Geschoss schwecken.
00:11:21: Hier hat der Spürmittel ausgelaufen.
00:11:23: Da muss einen Schuss in die Plastikflaschen gegangen sein.
00:11:28: Ah!
00:11:28: Hier ist der Eilschuss.
00:11:29: Moment.
00:11:39: Guck dir das an.
00:11:41: Total
00:11:41: der Schuss
00:11:42: zu befassen...
00:11:43: Und hier war ein Projektil
00:11:45: Da!
00:11:46: Moment mal, das hat aber keine neuen Millimeter.
00:11:49: Also doch zwei Täter oder einer mit zwei verschiedenen Waffen?
00:11:54: Der Rat war rat ja nur einen gesehen.
00:11:58: Ist was rausgekommen?
00:11:59: Ich war jetzt praktisch bei allen Nachbarn.
00:12:01: ein paar haben etwas knallen hören, aber keiner hat was gesehen und keiner hat auch nur die geringste Idee warum ausgerechnet auf gar was geschossen
00:12:07: worden
00:12:07: ist.
00:12:08: Nun...
00:12:09: Der hat geglaubt, dass er mit dem Geld aus der Tür
00:12:11: rauskommt.
00:12:12: Ich weiß nicht, ich bin da
00:12:13: nicht zu sicher!
00:12:14: Der Garwas hat ja nicht mal seine Tasche bei
00:12:16: sich gehabt
00:12:17: und bei einem Raub braucht man doch nicht gleich ein paar
00:12:18: Mal zuschützen.
00:12:20: Sicher?
00:12:22: Wir müssen dann alles denken... Na ja,
00:12:26: auf Reut waren die anderen Lebensmittelhändler natürlich nicht gerade das der neue Laden am Spiegerhof so gut eingeschlagen hat Herr Garwas war halt tüchtig und damit macht man sich nicht nur Freunde.
00:12:35: Wo haben denn die Leute früher eingekauft?
00:12:37: Sie könnten sie mir das an unserer Karte vielleicht ein wenig erläutern.
00:12:40: Ja selbstverständlich
00:12:41: Bei der Suche nach einem Motiv für das Verbrechen tauchen in den nächsten Tagen immer neue Möglichkeiten auf.
00:12:47: Und vieles, was vorher als alltäglich und harmlos galt gewinnt jetzt beinah schicksalhafte Bedeutung.
00:12:55: In die bisher friedfertige und offene Welt von Düllmen halten Misstrauen Gerüchte und Unsicherheit ihren Einzug.
00:13:03: Also ich will da niemanden anschwärzen Aber soweit ich weiß
00:13:08: gab es da schon noch andere Leute
00:13:09: die nicht gut auf ihn zu sprechen waren.
00:13:11: Vielleicht war das ein Zufall, dass er ausgerechnet an dem
00:13:14: Abend, als
00:13:14: er gestorben ist davon erzählt hat.
00:13:16: Ja und was hat er erzählt?
00:13:18: Er hat mal zwei Verkäuferinnen rausgeschmissen... ...und die waren bestimmt nicht glücklich darüber!
00:13:23: Ja und die
00:13:24: Ladendiebin?!
00:13:25: Was war mit einer
00:13:26: LadendIEBIN?!
00:13:27: Da hat mal eine Frau irgendeine Kleinigkeit geklaut Und Herr Gawas hat sie erwischt und wohl auch angezeigt.
00:13:33: Ich weiß nicht ob das überhaupt etwas zu bedeuten hat.
00:13:36: Erzählen Sie ruhig wir werden dann schon sehen.
00:13:38: Na, er war eben immer auffallend freundlich zu Kundinnen die ihm besonders gefallen haben.
00:13:43: Ich meine wenn irgendein Ehemann das mal missverstanden
00:13:45: hat... Jetzt meinem Klartext vollen Schneider.
00:13:47: wissen sie dazu was konkret ist.
00:13:49: Oh Gott es will.
00:13:50: nein!
00:13:51: Man erzählt sich eben dass er sehr hinter den Frauen her war.
00:13:56: Gerüchte gerüchte wo du ihn fährst.
00:13:58: Die ganze Stadt wildet über nichts anderes.
00:14:00: Jeder hat eine Meinung warum der gar was wohl umgebracht worden ist.
00:14:04: Aber wenn du nachfahrst was Konkretes haben willst
00:14:07: Dann greifst du ins Leere.
00:14:09: Ich habe auch manchmal das Gefühl, die Leute
00:14:11: belauern sich richtig gegenseitig.
00:14:13: Ich wäre verdammt
00:14:14: froh, wenn wir das Ding bald klären würden.
00:14:16: Vorher gibt es hier keine Ruhe!
00:14:20: Neun Monate sind seit dem Verbrechen in Dülmen vergangen Aber immer noch schwören Gerüchte durch den Ort.
00:14:25: Immer noch ist der Friede der Stadt beeinträchtigt.
00:14:28: Für Hauptkommissar Schlütter von der zuständigen Kripo in Münster Ist neben anderen auch dies ein Grund Den Fall nicht zu den Akten zu legen.
00:14:37: Wir werden in der Sache vielleicht einen Schritt weiter Wenn wir wissen Warum Karl Josef Gawas getötet worden ist?
00:14:44: Das Motiv für das Verbrechen liegt nach wie vor im Dunkel.
00:14:48: Es ist möglich, dass der oder die Täter irrtümlicherweise geglaubt haben, die Aktentasche mit dem Geld rauben zu können.
00:14:56: Genauso gut ist es aber auch denkbar, daß der Lebensmittelhändler einen Macherakt zum Opfer gefallen ist.
00:15:03: Leider wissen wir noch nicht einmal mit Sicherheit ob ein- oder zwei Täter am Werk waren.
00:15:08: Gesehen wurde nur einer Aber geschossen wurde, wie bekannt aus zwei verschiedenen Waffen.
00:15:15: Mit Hilfe der Kriminaltechnik konnten diese beiden Waffen festgestellt werden.
00:15:19: Erstens eine neun Millimeter Walterpistole die bei der Bundeswehr die Bezeichnung P-Eins trägt und zweitens ein Revolver Kalibre Zweiund Dreizig.
00:15:30: Das Fabrikat dieses Revolvers steht nicht genau fest.
00:15:33: wir zeigen ihnen deshalb nur eine Zeichnung mit den allgemeinen Merkmalen eines Revolbers.
00:15:38: Frage, wer weiß etwas vom illegalen Besitz solcher Waffen?
00:15:43: Aus der Pistole wurde eine besonders heimtückische Munition verfeuert.
00:15:48: Das Geschoss ist mit einer Pfeile oder Säge kreuzfäumig eingekärbt.
00:15:53: Munition die auf diese Weise präpariert wird hat eine fehlende Wirkung weil sie besonders große Wunden reißt.
00:16:01: Vielleicht hat von unseren Zuschauern jemand gehört oder gesehen dass neun Millimeter Munition auf diese Art angesächt oder angefeilt worden ist.
00:16:11: Über das Motiv, das Verbrechens wird wie gesagt bis heute noch gerätselt.
00:16:15: Die Frage nach diesem Motiv führt natürlich automatisch in das persönliche Umfeld des Opfers.
00:16:21: Es wäre denkbar, dass Karl-Joseph Gawas Kontakte zu Personen in Düllmen oder anderswo unterhalten hat von denen die Polizei noch nichts weiß.
00:16:29: Wer hier konkrete Auskünfte geben kann, wird gebeten sich zu melden.
00:16:33: Es versteht sich von selbst, dass alle Angaben mit der gebührenden Vertraulichkeit behandelt werden.
00:16:38: Für Hinweise die zur Klärung dieses Verbrechens führen ist eine Belohnung von fünftausend D-Mark ausgesetzt.
00:16:45: Hinweise nimmt entgegen die Kriminalpolizei in Münster.
00:16:50: Vielen Dank Herr Schlütter.
00:16:53: Der Mordfall gab es.
00:16:54: meine Damen und Herren hat natürlich auch noch einer anderen Seite Eine Seite über die wir bisher noch gar nicht gesprochen haben.
00:17:00: Der ermordete hinterlässt seine Frau und zwei kleine Kinder.
00:17:03: Sie sind aus heutiger Sicht die Hauptbetroffenen dieses Verbrechens.
00:17:08: Es gibt hier in der Bundesrepublik seit drei Jahren das sogenannte Opferentschädigungsgesetz, Frau Garwas und ihren Kindern steht aus diesem Gesetz eine Rente zu.
00:17:19: Das gilt aber nicht für alle Verbrechensopfer zum Beispiel nicht für die, die vor in Kraft treten dieses Gesetzes geschädigt worden sind.
00:17:26: Hierzu helfen hat sich eine gemeinnützige Organisation vorgenommen über deren Arbeit wir sie gelegentlich schon informiert haben der weiße Ring.
00:17:35: Wir wollen Sie jetzt mit einem weiteren Fall aus der praktischen Arbeit dieses Vereins bekannt machen, er zeigt auf besonders krasse Weise welche Auswirkungen eine Straftat haben kann, Auswirkung die manchmal beinah über unsere Vorstellungskraft hinausgehen.
00:17:50: In einem kleinen Zimmer einer Altbauwohnung in Solingen liegt eine forty-jährige Frau Irmgard K. sie ist seit achtzehn Jahren ans Bett gefesselt fast die Hälfte ihres Lebens.
00:18:04: Am April, der
00:18:06: XXVIII.,
00:18:07: wurde sie Opfer eines schweren Verbrechens.
00:18:10: Ihr Mann erschoss die gemeinsame Tochter und ihren Bruder.
00:18:14: Weitere Schüsse trafen den Schwiegervater und Frau K. Danach nahm sich der Täter selbst das Leben.
00:18:22: Seit dieser Zeit ist Frau K querschnittsgelämmt und in jeder Beziehung beinahe wie ein Kleinkind auf fremde Hilfe angewiesen – eine Aufgabe, die nur zum Teil von der Mütter erfüllt werden kann.
00:18:45: Trotz zahlreicher Operationen hat sich der Gesundheitszustand von Frau K fortwährend verschlechtert.
00:18:52: Seit einigen Jahren wird ihr auch der Aufenthalt im Rollstuhl zur Qual, so dass sie fast ständig im Bett liegen muss.
00:19:00: Aber es ist nicht nur der erbarmungswürdige Gesundheitszustands der Frau K belastet.
00:19:05: Hinzu kommen ständige finanzielle Sorgen, denn die notwendigen Pflege verschlingt mehr Geld als die schmale Witwenrente und die Sozialhilfe zusammen ausmachen.
00:19:13: Seit
00:19:17: achtzehn Jahren kämpfe ich um mein Recht.
00:19:18: Ich habe in den achtzehnten Jahren
00:19:20: sehr viele Anträge gestellt Sei es um Matratze, sei es um Rollstuhl Seis überhaupt um Hilfsmittel,
00:19:27: die ich benötige.
00:19:29: Diese Anträge wurden zum Teil
00:19:32: abgelehnt Mit dem Hinweis
00:19:35: trotz ärztlicher
00:19:36: Verordnung aus medizinischen Gründen
00:19:39: nicht notwendig.
00:19:41: Ich möchte hier um keine
00:19:43: Almosen bitten,
00:19:44: sondern ich möchte mein Recht auch möchte kein Mitleid, sondern
00:19:51: Menschenwürde und menschenwürdig
00:19:53: behandelt
00:19:53: werden.".
00:19:56: Der Gesetzgeber hat Fälle wie den der Frau K bei der Formulierung des Opferentschädigungsgesetz ausdrücklich ausgeklammert.
00:20:04: Es wird nur geholfen wenn das Verbrechen nach in Kraft treten des Gesetzes vom sechzehnten Mai neunzundsechsenzig verübt wurde.
00:20:11: Und damit wird Irmgard Kahr zunächst einmal völlig legal das vorenthalten, was sie für ihr Recht
00:20:16: hält.".
00:20:18: Der weiße Ring hat Frau Kahr geholfen und wird ihr sicher auch weiterhin helfen aber er möchte mehr!
00:20:24: Er möchte auch im Grundsatz helfen in dem nämlich das Opferentschädigungsgesetz verbessert wird, damit es in solchen Härtefällen angewendet werden kann – auch wenn das Verbrechen vor dem Sechzehnten Mai neunsundsechsundseßzig geschehen ist.
00:20:39: Eine solche Forderung wird aber nur durchzusetzen sein, wenn sie von vielen Menschen unterstützt wird.
00:20:45: Deshalb!
00:20:46: Wenn Sie die Arbeit und die Ziele des Weißen Rings unterstützen wollen – etwa durch Ihre Mitgliedschaft – dann wenden Sie sich bitte an folgende Adressen.
00:21:18: In der Schweiz werden die entsprechenden Aufgaben von den bestehenden Hilfsorganisationen wahrgenommen.
00:21:27: Und nun zur ersten Personenfahndung heute Abend, es geht um einen Fall aus Österreich.
00:21:32: bitte Peter Niedetzky
00:21:42: vorgeworfen werden.
00:21:44: Vom Autotiebstahlüberpressung bis zur Morddrohung Der Mann ist österreichischer Staatsbürger und heißt Anton Herbert Peter.
00:21:51: Neben den erwähnten Verbrechen werden ihm auch Urkundenfälschungen, Betrug- und Körperverletzungen zuletzt gelegt.
00:21:57: Peter hat sich in der Vergangenheit auch im Deutschland aufgehalten und benutzte zahlreiche Falschnamen.
00:22:02: unter anderem nannte er sich Johann Neus Hiddler und Bruno Klauzer.
00:22:07: Er besass auf diese Namen nach Ausweispapiere die den rechtmäßigen Besitzern entwendet worden waren.
00:22:13: Antrim-Herbe Peter, der wahrscheinlich bewaffnet ist, ist siebenunddreißig Jahre alt.
00:22:18: Eine Meter seventy- acht groß und am ganzen Körper tätowiert.
00:22:22: Er hat braune Augen, blonde Haare und als weiteres besonderes Kennzeichen an linken Oberarmen die Narbe einer Schnittverletzung.
00:22:30: Für Hinweise, die zur Festnahme des Gesuchten führen, ist eine Belohnung von siebentausend Schilling ausgesetzt.
00:22:36: Hinweise bitte an jede Polizeidienststelle oder eines unserer Aufnahmestudios.
00:22:43: Für die nächste Verhandlung sind die Behörden der Schweiz zuständig, bitte Frau Noathens.
00:22:47: Es geht um einen Mann aus Locano im Tessin, der im Verdacht steht zusammen mit zwei Komplizen in Brissago einen bewaffneten Raubüberfall verübt zu haben.
00:22:57: Der Mann heißt Mauro Blösch.
00:23:00: Bei dem Überfall der Blösch und seinen Mittätern zur Last gelegt wird, soll Blöss nach den Aussagen der Geschädigten ein geladenes Sturmgewehr verwendet haben.
00:23:09: Das Verbrechen wurde am XXIII.
00:23:11: Januar neunzehnhundertneunundsiebzig verübt.
00:23:13: Zwei Tage später gelang es der Polizei die drei Täter festzunehmen.
00:23:17: Mauro Blösch konnte jedoch kurz darauf bei der Überführung in das Gefängnis von Locarno fliegen.
00:23:24: Der Gesuchte ist von zwanzig Jahre alt, eins, vierundachtzig groß und schlank.
00:23:28: Er hat braune Haare, braune Augen und spricht italienisch, französisch und deutsch.
00:23:34: Für Hinweise die zur Festnahme von Mauro Blösch Füren ist eine Belohnung von ein tausend Franken ausgesetzt.
00:23:41: Hinweise bitte an jede Polizeidienststelle oder eines unserer Aufnahmestudios!
00:23:47: Wenn Sie unsere Aufnahmestudie anrufen wollen, sie erreichen uns – wie Sie schon gesehen haben in Wien unter zweiundachtzig, sechsunddreißig, einundzwanzig.
00:23:55: In Zürich unter zwei und viertzig, siebenundvierzig.
00:24:00: Und hier in München unter fünfundneinzig, nulleins, fünfund neunzig.
00:24:08: Das ist das Magazin für eine amerikanische Maschinenpistole.
00:24:12: Es wurde bei einem Raubüberfall in Düsseldorf zurückgelassen.
00:24:16: Für die CRIPO ist dieses Magazin eine besonders wichtige Spur, weil die dazugehörende Waffe in Deutschland ausgesprochen selten ist.
00:24:27: Eine solche Maschinenpistole der Machtigeit wie sie im Zweiten Weltkrieg von den amerikanischen Truppen verwendet wurde.
00:24:34: Die Waffenexperten der Polizei glauben das es in der Bundesrepublik heute nur noch höchstens siebzig Exemplare dieser Waffe gibt – die meisten wohlverwahrt in einschlägigen Muster sammeln.
00:24:45: Eine dieser Waffen ist aber wie gesagt beim Überfall in Düsseldorf verwendet worden.
00:24:50: Ein Verbrechen, das seine Vorgeschichte hat und zwar nicht in Düsseldorf sondern in Frankfurt.
00:24:57: In einem Hotel in der Nähe des Flughafens übernachtet Mitte Januar neunzehundertneunundsiebzig ein Ehepaar aus Soost in Westfalen.
00:25:04: Herbert Schmidt-Josen und seiner Frau haben eine vierzentige Reise nach Tenerife gebucht Und sind mit dem eigenen Auto bis hierher nach Frankfurt gefahren.
00:25:13: Den Wagen lassen sie für die zwei Wochen in der Tiefgarage des Hotels stehen.
00:25:16: Hier ist der Schlüssel,
00:25:18: bitte würden Sie mehr an Taxi bestellen.
00:25:19: Aber selbstverständlich!
00:25:20: Und der Wagen soll sofort in die
00:25:22: Tiefgarage kommen?
00:25:23: Ich habe mal einen Koffer im Auto
00:25:24: gelassen.
00:25:27: Ein Wagen bitte für ein Fluggeist und der Fahrer soll gleich in die Tiefer-Garage kommen.
00:25:31: Danke, jetzt geht es in Ordnung das Taxi kommt gleich.
00:25:35: Dankeschön.
00:25:37: Wiedersehen.
00:25:37: Nein nein mach ich selber.
00:25:39: Auf Wiedersehen!
00:25:40: Auf wiedersehen!
00:25:41: Wiedersehen und guten Flug!
00:25:42: Danke schön!
00:25:45: Rezeption.
00:25:54: Herbert Schmidt-Josten ist recht froh darüber, dass er sein Auto für vierzehn Tage in der Frankfurter Hotelgarage stehen lassen kann.
00:26:05: Er glaubt sogar das der Wagen hier besser untergebracht ist als auf einem der großen Parkplätze unter freiem Himmel.
00:26:21: Herr Schmidt-Josten unterliegt einen weit verbreiteten Irrtum.
00:26:25: Tiefgaragen sind heute auf jeden Fall nicht sicherer als die großen Parkplatz.
00:26:30: Die Kriminalpolizei musste in letzter Zeit sogar feststellen, dass sich einige Gruppen professioneller Diebe gerade auf Tiefgaragen rund um die Flughäfen spezialisiert haben.
00:26:51: So bitte sehr Herr Schmidt-Josten!
00:26:53: Ihr Flug wird in
00:26:53: zwanzig
00:26:54: Minuten aufgebucht.
00:26:55: Danke schön!
00:26:55: Wiedersehen!
00:27:01: Hier am Flughafen können sich die Diebe sogar vergewissern das die Eigentümer der Fahrzeuge auch wirklich abfliegen und da die Urlauber in der Regel längere Auslandsreisen antreten Können die Täter meist auch sicher sein, dass ein Diebstahl nicht zu schnell entdeckt wird.
00:27:36: Ganz offensichtlich gehört auch das Ehepaar aus Soost in Westfalen zu den Opfern jener Autodiebe, die ihre Aktivitäten auf Parkplätze und Tiefgaragen rund um die Flughäfen verlagert haben.
00:27:47: Während das EhEPA auf dem kanarischen Inseln Urlaub macht verschwindet ihr Mercedes ohne dass der Diebstahr zunächst bemerkt wird.
00:27:56: Vermutlich dieselben Diebe, die den Wagen mit dem Sohsterkennzeichen an sich bringen holen in diesen Januartagen aus der Tiefgarage eines anderen Hotels in der Nähe des Frankfurter Flughafens auch noch einen weiteren.
00:28:07: Einen braunen Mercedes.
00:28:09: Der Eigentümer, ein Frankfurther Geschäftsmann ist für zwei Wochen nach Japan geflogen.
00:28:21: Beide Fahrzeuge werden nach dem Diebstahl von den Tätern nach Nordrhein-Westfalen überführt.
00:28:35: Sie sollen nämlich bei einem Verbrechen benutzt werden das im Düsseldorf geplant ist.
00:28:47: In der Zwischenzeit werden beide Fahrzeuge von den Tätern ausgiebig benutzt.
00:28:52: Mit dem Wagen aus Soost werden rund tausend, mit dem aus Frankfurt gar mehr als dreitausend Kilometer gefahren.
00:29:04: Das geplante Verbrechen gilt der Deutschen Bundesbahn Genauer gesagt einem Geldtransport, der am frühen Morgen des einundreißigsten Januar an der Kasse des Düsseldorfer Hauptbahnhofs beginnt.
00:29:17: Güterbahnhof
00:29:18: deren Dorf, ich ruf
00:29:18: an und sage gescheite der
00:29:23: loswarten.
00:29:24: Der Fahrer
00:29:25: ist doch da oder?
00:29:26: Ja ja er wartet unten.
00:29:27: Ich hab schon
00:29:27: mit ihm
00:29:27: gesprochen.
00:29:30: In den drei Taschen befinden sich threehundertsechsohn-siebzigtausend Mark.
00:29:36: Der Geldtransport wird von zwei bewaffneten Bahnpolizisten begleitet.
00:29:52: Woher die Täter ihre Informationen darüber haben dass an diesem Morgen eine ungewöhnlich hohe Summe befördert wird kann die Polizei später nicht ermitteln.
00:30:05: auf der fahrt durch die stadt fällt weder dem Kassenboten noch den beiden Bahnpolizisten etwas Ungewöhnliches auf.
00:30:21: Die drei Taschen mit dem Geld scheinen hinreichend gut gesichert zu sein.
00:30:28: Vielleicht wird der helle VW aber auch schon während dieser Fahrt durch die Stadt genau beobachtet.
00:30:35: Am Güterbahnhof Düsseldorf, deren Dorf wo er gegen sieben und dreißig morgens eintrifft wird er auf alle Fälle bereits erwartet.
00:30:46: am Straßenrand steht ein Mercedes mit soster Kennzeichen Und auch der zweite Mercedes, der Mitte Januar ebenfalls aus einer Tiefgarage in der Nähe des Frankfurter Flughafens gestohlen worden ist taucht an diesem Morgen plötzlich am Güterbahnhof Derendorf auf.
00:31:34: haben angesichts der drohend auf sie gerichteten Waffen keine Wahl.
00:31:38: Sie müssen tun, was die Verbrecher von ihnen verlangen.
00:31:53: Einen der beiden gestohlenen Wagen, den Mercedes aus Soost lassen die Räuber nach dem Überfall am Tatort zurück.
00:32:09: Der helle VW mit den vier überwältigten Bahnbeamten fährt in den nächsten Minuten durch belebte Straßen ohne dass jemand die gefährliche Situation erkennt, in der sich die Männer befinden.
00:32:20: Untermittengroppen und Augen zu!
00:32:22: Keine Menschen habe ich gesagt!
00:32:23: Sonst gibt's den Blutbad!
00:32:25: Seit vernünftig heute,
00:32:26: wir wollen noch nichts von euch.
00:32:28: Wir wollen das Geld, das ist alles.
00:32:42: Etwa eine Viertelstunde nach dem Überfall steuern die Täter den hellen VW im Düsseldorfer Norden auf einen Feldweg neben einer Schnellstraße, die zur Autobahn führt.
00:32:52: Hier zeigt sich, dass sie auch für ihren Rückzug vorgesorgt haben.
00:32:57: Da sind wir.
00:32:59: Und jetzt liefert erst
00:33:00: mal die Waffe
00:33:00: nach, aber keine
00:33:01: Metzchen und die Augen schön zulassen!
00:33:08: Und jetzt die Handel.
00:33:09: ja?
00:33:18: Ist das
00:33:18: alles?!
00:33:19: Ja drei Taschen.
00:33:22: Ihr verhaltet euch jetzt ruhig mindestens drei Minuten.
00:33:27: Wir beobachten
00:33:28: euch wenn ihr Metze macht
00:33:30: knallt Ohne dass sich jemand daran hinden kann verschwinden die Täter mit ihrer Beute den drei Geldtaschen mit insgesamt Die Sie weggefahren.
00:33:43: Los, jetzt können wir raus!
00:33:55: Die Überfallenden warten nicht lange.
00:33:59: Nachdem sie gehört haben dass die Täter davon gefahren sind befreien sich aus ihrer misslichen Lage und verständigen auf dem schnellsten Wege die Polizei.
00:34:27: Verfallen worden, berufen Sie die Polizei!
00:34:29: Schnell!
00:34:31: Was?
00:34:32: Wo gibt's denn
00:34:33: sowas?!
00:34:33: Die Polizei, beeilen Sie sich!
00:34:37: Wir wagen six nachtzig eins.
00:34:39: an der Schnellstrasse stehen zwei Männer... ...die sind gefesselt
00:34:43: und sagen das überfallen worden sind.
00:34:47: Dieses MP-Magazin mit vierundzwanzig Schuss Munition haben die Täter in einem der beiden gestohlenen Autos zurückgelassen, die kurz nach dem Verbrechen von der Polizei gefunden wurden.
00:34:56: Für Herr Hauptkommissar Erdmann von der Kripo Düsseldorf ist dieses Magazin der wichtigste Ansatzpunkt für die weitere Verhandlung.
00:35:08: ist mit ihrer herausziehbaren Schulterstütze und der einfachen Bauweise recht auffällig, und darüber hinaus hier bei uns wie gesagt sehr selten.
00:35:32: Vielleicht hat sie jemand bei den Tätern gesehen?
00:35:35: Sie müssen diese Waffe sowohl vor als auch nach dem Überfall am einund dreißigsten Januar dieses Jahres besessen
00:35:40: haben.".
00:35:42: Nach den Aussagen der überfallenden Bahnbeamten wurde von den Tätern diese beiden Phantom-Bilder angefertigt.
00:35:49: Der erste Mann, der mit einer Pistole bewaffnet war ist etwa dreißig Jahre alt.
00:35:54: Eins Achtzig bis eins Fünfundachzig groß und schlank.
00:35:57: Er trug zur Tatzeit einen Oberlippenpacht.
00:35:59: Bekleidet war er mit einem grünen Packer Und mit einer olivfarbenen Mütze Mit Ohrenklappen.
00:36:05: Er sprach Hochdeutsch mit reinischem Tonfall.
00:36:08: Der zweite Täter, der die auffällige Maschinenpistole mit sich geführt hat Ist etwa fünfunddreißig jahrelnd ein siebzig Groß und kräftig.
00:36:16: Er trugg eine dickrandige Brille rauchte während des Überfalls Pfeife und war mit dem dunkelblauen Parkkart bekleidet.
00:36:23: Auch er hatte einen Oberlippenwacht!
00:36:26: Die beiden in der Nähe des Frankfurter Flughafens gestohlenen Autos wurden von den Tätern im Januar neunzehntneunundsiebzig etwa zwei Wochen lang benutzt, vielleicht sind sie mit diesen Fahrzeugen in dieser Zeit aufgefallen?
00:36:39: Wie bekannt handelt es sich um einen weißen Mercedes-Benz E-CeDeS-Wohnertreißig.
00:36:48: Mit diesem Fahrzeug sind die Diebe etwa ein tausend Kilometer gefahren.
00:36:53: Etwa dreitausendkilometer haben sie mit dem zweiten Wagen zurückgelegt, einem hellbraunen Mercedes-CeDes-SW-Automatik mit Schiebedach und dem Frankfurter Kennzeichen Fstrich LR-Nohrnhundertfünfundsechzig.
00:37:07: Im Zusammenhang mit den Autos sind für uns natürlich nur solche Hinweise von Interesse, die den Zeitraum bis Mitte Januar betreffen da die Fahrzeuge danach wieder an die rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben worden sind.
00:37:43: Weiterhelfen könnte uns eventuell auch die Antwort auf die Frage, wo die drei dunklen Ledergeldtaschen geblieben sind, in denen das erbeutete Geld verpackt war.
00:37:53: Verschwunden ist bis heute auch eine der Dienstpistolen, die die Täter den Bahnpolizisten abgenommen haben – einer solche FN-Kalibra siebenfünfundsechzig.
00:38:03: Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ist eine recht hohe Belohnung von fünfundzwanzigtausend Mark ausgesetzt.
00:38:10: Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Düsseldorf!
00:38:15: Vielen Dank, Herr Erdmann.
00:38:18: Der soeben behandelte Fall hat wie Sie vielleicht bemerkt haben eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Raub in der Nähe von Tochzeim über den wir vor ein paar Monaten berichtet haben.
00:38:27: Damals war es nach der Sendung gelungen einen von drei Tätern in Spanien festzunehmen.
00:38:33: Inzwischen konnten auch die beiden anderen Tatverdächtigen identifiziert werden.
00:38:38: Einer davon ist ebenfalls in Spaniën verhaftet worden, der andere ist noch flüchtig.
00:38:44: Er heißt Dettler-Fuschstadt und steht wie gesagt im Verdacht, an dem Raubüberfall auf einen Goldschmidt in der Nähe von Pforzheim beteiligt gewesen zu sein.
00:38:53: Bei dem Überfall waren den Tätern Bargeld und Juweln im Wert von fast vierhundertfünfzigtausend Markt in die Hände gefallen.
00:39:00: Dettle Fuschstadt ist thirty-four Jahre alt, eines seventy-eight großen Schlang.
00:39:04: Er hat blonder Haare graue Augen und trägt möglicherweise auch heute noch einen Oberlippenbad Besonderer Kennzeichen zwischen Kinn und Unterlippe, mehrere Muttermale.
00:39:14: Und am rechten Unterarm eine Tätowierung – eine Schlange und den Buchstaben E. Für Hinweise die zur Festnahme des Gesuchten führen ist eine Belohnung von zweitausend Nachkaufs gesetzt.
00:39:24: Hinweise bitte an die CRIPO in Fochtzheim.
00:39:31: Sie sucht einen Mann, der sich in der Vergangenheit hauptsächlich im deutsch-französischen Grenzgebiet und zwar im Elsass aufgehalten hat.
00:39:42: Er heißt Karl Heinz Reiniger und steht im Verdacht seit nineteenhundertsechsundsiebzig auf Parkplätzen im Elsasses.
00:39:50: über dreihundert Pkw ist aufgebrochen dabei Ausweispapiere und Eurochecks erbeutet zu haben.
00:39:55: Die Schickformulare wurden später mit falschen Unterschriften eingelöst.
00:40:00: Gesamtschaden rund dreihunderttausend Mark.
00:40:03: Gegen Rheininger, in der sich zahlreicher Falschnam bedient bestehen sechs Haftbefehle.
00:40:08: Der Gesuchte ist thirty-fünf Jahre alt, eins fünfundsechzig groß und
00:40:11: schlank.
00:40:12: Er hat schwarze Haare, graugrüne Augen und spricht fälzer Mundart.
00:40:17: Für Hinweise die zur Festnahme des Gesuchten führen ist eine Belohnung von zweitausend Mark ausgesetzt.
00:40:22: Hinweise bitte an die Kripo Freiburg.
00:40:28: Im nächsten Fall meine Damen und Herren informieren wir sie über einen Mord für den die Kripo in Stade zuständig.
00:40:34: Der Täter hat nur sehr wenig kriminalistisch verwertbare Spuren hinterlassen.
00:40:39: Dennoch hofft die Polizei, dass sie mit ihrer Hilfe bei den Ermittlungen weiter kommt.
00:40:44: Denn es ist nicht auszuschließen, das der Täter ein weiteres Verbrechen dieser Art plant.
00:40:48: Der Erfolg, den er mit der ersten Tat gehabt hat könnte ihn dazu
00:40:52: verführen.".
00:40:54: Ja und bitte denkt dran
00:40:55: übermorgen ist der erste ne?
00:40:57: Da brauche ich Zehntausend mehr!
00:41:03: Günther Wilhelm Detchen ist mit dem jüngsten Filialleiter der Stadt Sparkasse Buxtehude.
00:41:10: Er leitet die Zweigstelle in Neukloster Hedendorf, einem ländlichen Ortsteil von Buxtähude.
00:41:17: Vor zehn Jahren hat er als Lehrling bei demselben Geldinstitut angefangen und ist dank seiner Zuverlässigkeit und seines korrekten und sympathischen Wesens bald an verantwortungsvolle Aufgaben herangeführt worden.
00:41:30: Die Filiale in Hedendoff wird als Ein-Mann-Betrieb geführt.
00:41:34: Dädchen ist Kontoführer, Kassierer und Anlageberater in einem.
00:41:38: Es gibt kaum einen Kunden den er nicht persönlich kennt.
00:41:41: Danke
00:41:42: Frau Janssen!
00:41:43: Na wie geht's denn heute?
00:41:44: Danke gut
00:41:44: und Ihnen?
00:41:45: Danke gerade habe ich an Sie gedacht.
00:41:47: Ich hab mir gesagt Frau Jansen die braucht wohl gar kein Geld
00:41:50: mehr.
00:41:51: Ja leider
00:41:51: doch und zwar
00:41:52: mehr als mein
00:41:52: Liebes.
00:41:54: Günter Dädtchen ist bei seinen Kunden geschätzt und beliebt.
00:41:57: Er wohnt in einem etwa zwanzig Kilometer entfernten Dorf ist verheiratet und hat ein Kind.
00:42:03: Sein Leben verläuft in festgefügten Bahnen.
00:42:06: Jeden Morgen kommt er mit dem Wagen nach Buchstehude und fährt abends nach Hause zurück.
00:42:17: Das Mittagessen nimmt er regelmäßig in einem nahegelegenen Restaurant ein.
00:42:30: Auch hier wird Günter Detchen viel Sympathie entgegen gebracht Und es geht recht persönlich, beinahe familiär zu.
00:42:37: Er hat dann ihre Mannschaft gespielt letzte Woche.
00:42:44: Chancen für die Bundesliga.
00:42:45: Dann sind
00:42:46: Sie auf, Herr Reuter!
00:42:46: Wohnen Sie bloß nicht in der Wunde.
00:42:47: Wir sind
00:42:48: momentan nicht besonders in Form.
00:42:51: Günter Wilhelm Dädchen ist aktiver Fußballer.
00:42:53: Im Verein seines Wohnortes spielt er als Mannschaftskapitän.
00:42:59: So geht Günter Dädchens Leben seinen gewohnten Gang.
00:43:02: Bis sich am siebenundzwanzigsten oder achtundzwantigsten Februar, neunzehundertneundensebzig bei ihm ein Kunde meldet... ...der mehr im Schilde führt, als er erkennen lässt.
00:43:11: Ob er gleich persönlich vorspricht oder zunächst nur anruft, kann später nicht genau rekonstruiert werden.
00:43:18: Fest steht hingegen dass sich der Mann Klose nennt als Berufpolizeibeante angibt und einen Wertpapierkonto eröffnen will.
00:43:26: Ich würde mich dann
00:43:26: bei unserer Hauptstelle erkundigen
00:43:28: wenn Sie diesen Tag
00:43:29: noch mal reingucken
00:43:30: wollen.
00:43:31: Vielen Dank!
00:43:32: Auf Wiedersehen
00:43:33: Herr Klose.
00:43:49: Ja geben sie mir bitte Frau Landhof steht da in der Wertpapiabteilung.
00:44:05: Das macht nix.
00:44:07: Nimm einfach einen normalen Eröffnungsantrag
00:44:09: für Girokonto.
00:44:11: Allerdings musst du ein paar Merk drauf machen,
00:44:12: dass das ein Wertpapierkonto
00:44:13: sein
00:44:14: soll.
00:44:15: Mensch
00:44:15: so einfach
00:44:16: ist das alles?
00:44:17: Ja und die
00:44:18: Konto-Nummer?
00:44:19: wo krieg ich die her?
00:44:19: Die gebe ich dir dann wenn
00:44:23: es soweit
00:44:25: ist!
00:44:25: Du
00:44:25: brauchst mich bloß anzurufen.
00:44:26: Na
00:44:31: prima... Am frühen Morgen des nächsten oder übernächsten Tages muss sich der angebliche Polizeibeamte erneut mit Günther Dädchen in Verbindung gesetzt und dabei auch wieder über das zu eröffnende Depokonto gesprochen haben.
00:44:43: Das ergibt sich aus einem Telefongespräch, dass der Filialeiter unmittelbar danach am Donnerstag dem ersten März kurz nach acht Uhr mit dem Innenrevisor seiner Bank führt.
00:44:55: Mit großer Wahrscheinlichkeit hatte sich Dädchen um diese Zeit bereits mit dem neuen Kunden für die Mittagszeit verabredet.
00:45:09: Das
00:45:13: ist
00:45:14: ein
00:45:23: Polizeibeamter, der es
00:45:25: in Nordenstorff ist.
00:45:27: Wenn Sie nichts
00:45:28: dagegen haben, dann würde
00:45:28: ich Ihnen den Kurszettel schon geben.
00:45:31: Als Kunden diest man nicht!
00:45:33: Nein, dagegen habe ich nichts.
00:45:35: Wenn sie's für richtig halten, dann geben sie ihn den Räug.
00:45:38: Ja, ist gut.
00:45:39: Vielen Dank, Herr Vosberg.
00:45:40: und dann Tschüss bis zum nächsten Mal.
00:45:54: Günter Detien hat es offensichtlich eilig.
00:45:58: Guten Tag, Herr Detien!
00:45:59: Na schon fertig?
00:45:59: Ich hoffe das hat den geschmeckt.
00:46:01: Klar wie immer aber ich muss heute ein bisschen früher zurück ins
00:46:04: Geschäft.
00:46:04: Ja gut ich will sie auch nicht drauf
00:46:05: hatten.
00:46:05: also dann tschüss bis morgen.
00:46:07: Niemand in der Gaststätte wundert sich über den vorzeitigen Aufbruch denn es kommt schon einmal vor dass sich der strebsame junge Filialeiter auch während der Mittagspause mit einem Kunden verabredet.
00:46:17: Es ist dreizehn Uhr fünfundzwanzig als er die Gaststädte verlässt.
00:46:23: Günter detien muss viel Vertrauen zu seinem Kunden gehabt haben Denn mit großer Wahrscheinlichkeit hat er ihn in den gesicherten Kassenbereich mitgenommen, um dort die Formalitäten für die Kontoweröffnung zu erledigen.
00:46:35: Wie die Polizei später feststellen kann ist es genau vierzehn Uhr zehn als er sich mit der Wertpapierabteilung verbinden lässt – vermutlich um die Kontonummer zu bekommen.
00:47:13: Das Gespräch ist nicht mehr zustande gekommen.
00:47:16: Nach der Rekonstruktion der Polizei hat der Unbekannte den Filial-Leiter gezwungen, den Tresor zu öffnen.
00:47:24: Danach hat er für eine Beute von dreiunddreißig Tausend Mark den Bankangestellten mit mehreren Messerstichen getötet.
00:47:33: Es ist vierzehn Uhr fünfundzwanzig als eine junge Frau mit ihrem Wagen an der Filiale der Stadtsparkasse vorbeikommt.
00:47:40: Sie ist auf dem Weg zu ihren Schwiegereltern.
00:47:44: Im Rückspiegel sieht sie wie vom Gelände der Sparkasse ein Polizeivagen Ein Grünweiser Passat wegfährt.
00:47:51: Da sie selbst beruflich mit Kraftfahrzeugen zu tun hat, kommt ihrer Beobachtung große Bedeutung zu.
00:48:01: Kurz danach wird das Verbrechen entdeckt.
00:48:14: Auf dem Tisch liegt unter anderem ein Zettel mit den falschen Personalien die der Mörder seinem Opfer selbst diktiert hat.
00:48:21: Klose Siegfried geboren erster erste Achtundvierzig wohnhaft Nottenstorff und im Papierkorb findet sich ein weiterer Zettl mit dem Namen Klose ebenfalls von Günter Detjen geschrieben.
00:48:36: Nach dem heutigen Stand der Ermittlungen hat lediglich das spätere Opfer den Täter gesehen.
00:48:41: Hauptkommissar John von der Kripe in Stade muss sich deshalb mit den Rückschlüssen zufrieden geben, die er aus den überlieferten Gesprächen des Filialleiters und den am Tatort vorgefunden Spuren ziehen kann.
00:48:53: Dazu gehören natürlich in erste Linie die beiden Zettel, die Günter Dietchen kurz vor seinem Tod geschrieben hat.
00:49:01: Der Name Siegfried Klose, den der Filialeiter notiert hat ist natürlich falsch aber Er könnte uns im Zusammenhang mit dem ebenfalls festgehaltenen Geburtsdatum doch auf die Spur des Täters führen.
00:49:14: Aus der allgemeinen kriminalistischen Erfahrung wissen wir nämlich, dass Rechtsbrecher bei der Auswahl falscher Personalien sehr oft anleihen – bei ihren echten Personendaten oder bei ihrem bekannten Kreis nehmen.
00:49:27: Es ist somit denkbar das in dem Namen Klose und vor allem auch in dem Geburtsdatum erster, Erster, Achtundvierzig eine uns bisher nicht bekannte Verbindung zum Täter steckt.
00:49:41: Man kann mit Sicherheit davon ausgehen dass der Täter ein junger Mann von etwa dreißig Jahren ist denn sonst wäre das angegebene Geburtstatem erste, Erste Achtunviertzig seinem späteren Opfer sicherlich nicht glaubwürdig erschienen.
00:49:54: Vermutlich besitzt der Mann in der Gegend um Stade auch Ortskenntnisse, denn er hat den Filialleiter offensichtlich in seinem Gespräch davon überzeugt dass er in Nordenstorf wenige Kilometer von der Bankfiliale entfernt wohnt.
00:50:08: Beschäftigt hat uns natürlich auch sehr stark die Berufsangabe des Täters.
00:50:13: dem Bankbeamten hat er erzählt das er Polizist sei und eine Zeugin hat ja auch wie bekannt einen Polizeivagen vom Tatort wegfahren sehen und zwar ein VW Passat.
00:50:25: Wir haben alle Polizeifahrzeuge im Zusammenhang mit diesem Mord genauestens überprüft.
00:50:30: Danach ist praktisch auszuschließen, dass ein echter Polizeivagen bei dem Verbrechen benutzt worden
00:50:35: ist.".
00:50:37: Wenn sich die Frau also nicht geirrt hat, dann wäre es möglich das der Täter ein Auto gefahren hat, das in den Farben grün weiß wie ein Polizeiffahrzeug lackiert gewesen ist.
00:50:49: In gewisser Weise wäre dies für einen Täter, Auslogisch.
00:50:56: Von Bedeutung für Hauptkommissar John wäre auch ganz allgemein noch die Frage, wo hat ein junger Mann unter der Vorspiegelung, Polizist zu sein versucht sich das Vertrauen von Geschäftsleuten oder Bankangestellten zu erschleichen?
00:51:09: Beziehungsweise – Wo hat jemand mit seiner Geschichte als falscher Polizista geprahlt?
00:51:15: Für Hinweise, die zur Klärung des Verbrechens führen sind Belohnungen von insgesamt Zehntausend D-Mark ausgesetzt.
00:51:23: Zuständig ist die Kripo-Stade.
00:51:26: Vielen Dank, Herr John!
00:51:28: Seit anderthalb Jahren ermittelt die Kripokalsruhe gegen eine internationale Autoschiebebande.
00:51:34: Mehrer Verdächtige konnten in den vergangenen Monaten festgenommen werden.
00:51:38: Der mutmaßliche Haupttäter ist noch flüchtig.
00:51:43: Der Mann ist amerikanischer Staatsbürger und heißt Richard Rocha Zagora verwendet aber auch zahlreiche Falschnamen.
00:51:50: unter anderem lande er sich Montgomery.
00:51:53: Nach den Ermittlungen der Polizei mietet er unter anderem in Deutschland, der Schweiz und im Duchsenburg zahlreiche teure Wagen.
00:52:00: Und verkauft sie versehen mit gefälschten amerikanischen Papieren vor allem in Österreich.
00:52:07: Richard Rocha Zagora ist fifty-two Jahre alt und etwa ein seventy groß.
00:52:12: Er hat braune Augen und braune Haare.
00:52:14: gelegentlich trägt er auch eine graue Perücke.
00:52:17: Für Hinweise, die zur Festnahme des Gesuchten führen ist eine Belohnung von tausend Machthaus gesetzt.
00:52:23: Hinweise bitte an die Kripo Karatsruhr.
00:52:28: Das waren bisher acht neue Fälle vor dem neunten und letzten Die Frage an unserer Aufnahmestudios was sich da auch inzwischen ergeben hat.
00:52:35: Zunächst wie ihn bitte Peter Nedetski.
00:52:37: Ja eigentlich ein sehr turbulent Abend.
00:52:40: bis jetzt Sehr viele Anrufe Und es laufen derzeit bereits zwei Polizeiaktionen diesbezüglich in Österreich.
00:52:47: Wir hielten den Hinweis über den derzeitigen Aufenthalt des Gewalts, die das Anton Herbert Peter und hier ist die Kriminalpolizeit recht konkret unterwegs.
00:52:57: Auch nach dem Schweizer Mauro Blösch, der einen bewaffneten Raubüberfall verübt haben soll wird zur Zeit in einer österreichischen Kleinstadt gefandelt.
00:53:05: auch dort kam ein Hinweis, den wir relativ ernst nehmen mussten.
00:53:09: vielleicht erfahren wie im Laufe des heutigen Abends noch etwas Konkretteres, aber es läuft bisher bei uns in Österreich recht hektisch und an sich recht positiv.
00:53:18: Das klingt recht gut.
00:53:18: vielen Dank bitte Niedersky!
00:53:20: Und bei Ihnen in Zürich, Konrad Hönns wie schaut das da aus?
00:53:23: Ja hier ist bis jetzt im Vergleich zu anderen Sendungen eher ruhig zugegangen.
00:53:29: ein Schwerpunkt hat sich noch nicht abgezeichnet.
00:53:33: Es gab jedoch erfreulicherweise auch Anrufer die sich für der Schicksal der Querschnittgelände Frau interessierten und die helfen möchten.
00:53:41: Die entsprechenden Adressen haben wir Ihnen gegeben und weiteres in der Ergebnis-Sendung.
00:53:47: Ja, vielen Dank, Konathans!
00:53:49: In unserem Münchner Aufnahmestudio haben wir seit der letzten Sendung – wie Sie vielleicht wissen – eine neue Mitarbeiterin Irene Kampriger im Hauptberuf Kommissarin beim Bayerischen Landeskriminalamt.
00:53:59: Wie sitzen nun Ausfahrkamprige?
00:54:00: Was gibt es Neues in München?
00:54:03: Wir haben auch heute wieder zahlreiche Hinweise bekommen.
00:54:07: Zuerst möchte ich aber noch auf eine Fahndung aus der letzten Sendung zurückkommen, die heute Nachmittag abgeschlossen werden konnte.
00:54:14: Es geht um die Fahnderung nach Joachim Kremer, der im Verdacht stand seine Freundin erschossen zu haben.
00:54:20: Zuständig für den Fall ist die Kripo in Duisburg.
00:54:23: Ich habe sie soeben noch mit Duisberg gesprochen und nähere Einzelheiten bekommen.
00:54:28: Kremer wurde am einunddreißigsten acht neunundsebzig in einer Bank in Livingstone in Sambia festgenommen.
00:54:35: Er war gerade dabei, Geld abzuheben, dass er aus Deutschland überwiesen bekommen hatte.
00:54:41: Dagegen Kramer ein internationaler Haftbefehlbestand konnte nach Einschaltung von Interpolussaker und der Sambischen Regierung die Abschiebung nach Deutschland erreicht werden.
00:54:52: Heute Morgen traf er in Begleitung von zwei Polizeibereiten am Flughafen in Frankfurt ein.
00:54:57: Von dort wurde er nach Duisburg gefahren wo er dem zuständigen Haftrichter vorgeführt wurde.
00:55:03: Dort gestand Kramer, seine Freundin erschossen zu haben.
00:55:06: Gegen Kramer wurde Hauptbefehl erlassen.
00:55:10: Bei unseren heutigen Studienstudio-Fällen zeigt sich ebenfalls ein Schwerpunkt bei dem Österreicher Anton Herbert Peter den zahlreichen Delikt bevor geworfen werden.
00:55:19: Zunächst können wir aber noch keine Einzelheiten geben.
00:55:22: Sehr viele Zuschauer haben uns angerufen und sich betroffen über das Schicksal von Frau Irmgard Karke äußert.
00:55:29: Sie wollen alle helfen Und deshalb wird auf vielfachen Wunsch hin die Anschriften der Organisation des Weißen Ringes noch einmal gezeigt.
00:55:37: In Deutschland lautet die Anschrift, Weißer Ring
00:55:41: Postfach-Sextausendfundfundert
00:55:43: Mainz-Einundzwanzig.
00:55:45: in Österreich, Weiße Ring Wallner Straße Vier Zehnviertzehn Wien.
00:55:52: In Schweiz nehmen das die zuständigen Wohlfahrtsorganisation zusammen.
00:55:57: Das war es aus dem Studium München.
00:55:59: Vielen Dank Gerina Kampberger.
00:56:01: Und nun wie angekündigt, noch eine Verhandlung und zwar für die Kriminalpolizei in Zelle.
00:56:07: Die seit geraumer Zeit nach einem besonders aktiven Wohnungs- und Geschäftseinbrecher sucht.
00:56:12: Der Mann um den es geht heißt Heinz Joachim Biali.
00:56:16: Er steht im Verdacht im vergangenen Jahr im norddeutschen Raum an etwa hundertzwanzig Einbruchdiebstellen beteiligt gewesen zu sein Gesamtschaden rund Hunderttausend Macht.
00:56:25: Außerdem wird ihm vorgeworfen, dass im November in den letzten Jahren einen Brandanschlag auf das Haus eines Justizbeamten in Zelle begangen zu haben.
00:56:32: Darüber hinaus soll Biali im Januar neunundsiebzig ebenfalls eine Bank überwahlen haben.
00:56:39: Hans-Joachim Bialy ist zweiundzwanzig Jahre alt, einst achtundsechzig groß und kräftig.
00:56:43: er hat dunkelblonde Haare blaue Augen und benutzt häufig eine Brille.
00:56:47: Ob er heute noch einen Bart trägt wie auf diesem etwas älteren Foto ist nicht bekannt.
00:56:52: Für Hinweise, die zur Festnahme des Gesuchten führen ist eine Belohnung von dreitausend Macht ausgesetzt.
00:56:57: Hinweise bitte an die Kripo-Zelle.
00:57:01: Meine Damen und Herren Wir haben Sie heute Abend in neun Fällen um Ihre Mithilfe gebeten.
00:57:06: Vielleicht können wir sie schon in der Spätausgabe über erste Verhandlungsergebnisse informieren.
00:57:11: Falls Sie uns um diese Zeit nicht mehr sehen können Darf ich Sie jetzt auf unsere nächste Sendung hinweisen den fünften Oktober.
00:57:18: Zunächst einmal guten Abend.
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